Öffentlichkeitsveranstaltung in der Seminarturnhalle Stade

Unter dem Leitsatz „300 Jahre Freimaurerei – 240 Jahre Freimaurerei in Stade – Informationen, Geschichte und Gerüchte“ veranstaltete unsere Loge   im November eine Öffentlichkeitsveranstaltung in der Seminarturnhalle der Stadt Stade, seit vielen Jahren als Veranstaltungsort für Theater, Lesungen und Kammermusik genutzt. 200 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Zwei wesentliche Ziele lagen der Veranstaltung zugrunde: die Gewinnung neuer Brüder sowie Informationen über die 300jährige Geschichte der Freimaurerei im Allgemeinen sowie die 240jährige Geschichte der Freimaurerei in Stade im Besonderen. Sie sollten einer möglichst breiten Öffentlichkeit nähergebracht und zeigen, dass in Stade eine lebendige Loge existiert, die in vielerlei Hinsicht einen allgemeinen Wert für die Gesellschaft darstellt.

Das Programm war bunt gemischt und enthielt sechs Vorträge von jeweils 15 Minuten Dauer, die von kurzen musikalischen Einlagen unterbrochen wurden. Den Abend mit vollbesetztem Haus begann der MvSt mit einer einfühlsamen Begrüßung.

Speziell wurden der 1. Stellvertretende Bürgermeister, Herr Hartlef mit Gattin, der ehemalige Stadtarchivar, Dr. Jürgen Bohmbach und unser ältester Bruder, Gerhard Frankenstein (91 Jahre ehem. Stadtbaudirektor) besonders begrüßt. Die Pressevertreter des „STADER TAGEBLATT“ und „Neue Stader- WOCHENBLATT“ waren ebenfalls vertreten.


Begrüßung durch den Vorsitzenden Gerd Carlson

Nach der Begrüßung sprach unser Distriktmeister, Herrn Thomas Stuwe, über „300 Jahre Freimaurerei und die erste Loge in Hamburg“. Es folgte der ehemalige Vorsitzende der „Friederike“, Herr Hans-Christian Esken; er berichtete über „Die Anfänge der Freimaurerei in Stade“ unter Einbeziehung der sozialen Verhältnisse der Zeit zum Ende des 19. Jahrhunderts


Zahlreiche Gäste wollte sich diese Veranstaltung nicht entgehen lassen

Herr Patrick Beier übernahm das Thema „Die Logenhäuser in Stade“. Den Zuhörern konnten die Gebäude mit Bildmaterial per Beamer nahegebracht werden, und es hat wohl so manchen Gast überrascht, welche Häuser im Laufe der Jahrhunderte als Logenhäuser genutzt wurden, Häuser, die es heute auch noch gibt, jedoch mit einer völlig anderen Nutzung.

Nach den ersten drei Beiträgen folgte eine halbstündige Pause, in denen die Gäste Getränke zu sich nehmen und den „small talk“ pflegen konnten. 
Durch seine Kontakte zu der Familie des Dr. Reinhold Müller, der 1923 in die Loge „Friederike zur Unsterblichkeit“ aufgenommen wurde, konnte Gerd Carlson aus dessen Lebenserinnerungen aus den Jahren 1923 und 1924 zitieren. Es wurden die schöne Stadt Stade, aber auch die damaligen Stader Bürger in ihrer gesellschaftlichen Abgrenzung und „Steifheit“ humorvoll und doch deutlich beschrieben. 
Einen weiteren Beitrag lieferten die Herren Rolf Grußendorf und Hellmut von Blücher zum Thema „Freimaurerei und Motorradfahren – geht das?“  Sie schilderten eindrucksvoll die Geschichte der „Masonic Biker“ und ihre persönlich erlebten Eindrücke.


Die
Referenten (v.l.) Thomas Stuwe, Rolf Grußendorf, Hans-Christian Esken, Jens Rusch, Gerd Carlson, Hellmut von Blücher und Patrick Beier

Schließlich erhielt Jens Rusch das Wort, um zum Thema „Mythen und Gerüchte“ zu sprechen. Es war ihm wichtig darauf hinzuweisen, dass viele Informationen über die Freimaurerei im Internet kritisch zu sehen sind und manch geschriebener Unsinn gar nicht korrigiert werden kann. Daher sei es nützlich, sich der Informationen zu bedienen, die von erfahrenen Freimaurern geliefert werden. Im Kern seiner Ausführungen verwies er auf die Internetseite „Freimaurer-Wiki“, die er vor 10 Jahren – zunächst allein, später mit weiteren Brüdern – entwickelt hat und ständig fortentwickeln wird. Die Freimaurer-Wiki umfasst mittlerweile annähernd 5000 Inhaltsseiten und hat bisher über 30 Millionen Seitenzugriffe.

Mit einem Schlußwort , in dem noch einmal die Ideale und die Ziele der Freimaurerei herausgestellt wurden, beendete Gerd Carlson das offizielle Programm und lud die Gäste ein, mit den Brüdern der „Friederike“ ins Gespräch zu gehen, um weitere Informationen zu erhalten.

Dazu wurden die Stühle des Saales eilig entfernt und durch Stehtische ersetzt. Mit Getränken nach Wahl ergab sich schnell eine intensive und angeregte Unterhaltung, die fast bis Mitternacht dauerte. Eine dezente Klaviermusik des Pianisten Frederik Feindt begleitete diesen letzten Abschnitt der Veranstaltung.

Die Gäste waren voll des Lobes und die Brüder der „Friederike zur Unsterblichkeit“ sehr zufrieden mit dem Erfolg der Veranstaltung; sie hoffen, dass mit dieser Veranstaltung das Interesse am Thema Freimaurerei gewachsen ist auch dazu führt, dass es zum Wachstum der Mitgliederzahl der Loge „Friederike zur Unsterblichkeit“ führen wird.

Die Presse berichtete ausführlich über dieses Ereignis